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DAUN, 30.12.2015 - 10:26 Uhr
Auto & Technik

Forsa-Studie: Frauen zweifeln an Sicherheit des autonomen Fahrens

Die Vorstellung von selbstfahrenden Autos polarisiert - vor allem die Frage der Sicherheit beschäftigt viele Autofahrer. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Männer glauben wesentlich häufiger als Frauen, dass autonom fahrende Autos sicherer als Menschen fahren können. Das zeigt der AX-Verkehrssicherheitsreport 2015, für den das Marktforschungsinstitut Forsa im Sommer 2015 rund 1000 Autofahrende in Deutschland befragt hat. Er untersucht aktuelle Einstellungen und Verhaltensweisen der Befragten und informiert über Initiativen zur Verkehrssicherheit.

Noch handelt es sich beim vollständig autonom fahrenden Auto um eine Vision der Autobauer, die auf deutschen Straßen abseits von Pilotprojekten noch nicht anzutreffen ist. Bereits heute können viele moderne Autos autonom einparken und Assistenzsysteme gehören in immer mehr Fahrzeugen zur Grundausstattung. Unfallforscher sind sich einig: Autonom fahrende Autos können schneller reagieren als es Menschen jemals möglich ist. Doch die Vorstellung, während der Autobahnfahrt etw zu schlafen, ist für viele Autofahrer schwer zu fassen.

Vor allem das Thema Sicherheit spielt in den Einstellungen der Deutschen zu dieser Entwicklung eine große Rolle. Die befragten Autofahrer sind geteilter Meinung, ob der Mensch oder autonomes Fahren mehr Sicherheit versprechen. Rund ein Drittel (34 Prozent) gibt an, Menschen würden auch in Zukunft sicherer fahren als autonome Autos. Etwa gleich viele Befragte (37 Prozent) geben der neuen Technik den Vorzug. Knapp ein Viertel der Autofahrer bewertet beide Fahrweisen als gleich sicher.

Männer geben sich der neuen Technik gegenüber aufgeschlossener als Frauen. Rund die Hälfte der befragten männlichen Autofahrer glaubt, autonom fahrende Autos führen in Zukunft sicherer als Menschen; ein Viertel gibt dem menschlichen Fahrer den Vorzug. Frauen sehen die neue Technologie dagegen deutlich skeptischer. Nur 23 Prozent der befragten Frauen bewertet autonomes Fahren als sicherer. Fast doppelt so viele Frauen glauben, dass Menschen auch in Zukunft sicherer fahren können als autonom fahrende Autos.

Die Versicherer „kommen am Thema autonomes Fahren und seiner Versicherbarkeit nicht vorbei. Schließlich handelt es sich dabei um eine richtungsweisende Technologie, die unsere Straßen nachhaltig verändern wird“, sagt Daniel Schulze Lammers, Leiter Kraftfahrtversicherungen bei AXA: „Hier sind Versicherer gefragt, durch Informationsangebote wie den Verkehrssicherheitsreport Sicherheit zu vermitteln und entsprechende Absicherungslösungen zu entwickeln. Denn jeder sollte seinen Beitrag leisten, um der ‚Vision Zero‘ ein Stück näher zu kommen.“ Die ‚Vision Zero‘ bezeichnet dabei das Ziel der Unfallforscher, Straßen und Verkehrsmittel so zu gestalten, dass es keine Verkehrstoten und Schwerverletzten mehr gibt. (dpp-AutoReporter/wpr)


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