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DAUN, 07.05.2020 - 10:15 Uhr
Essen & Trinken

Rezepte: Auf Geschmacksreise nach Zentralamerika

Maniok, schwarze und rote Bohnen, Erdnüsse, Reis, Chili, Avocado, Kakao, Ananas oder Kokosnuss sind einige der Lebensmittel, die die Küche Zentralamerikas und der Dominikanischen Republik prägen. Länderübergreifend beliebt und verbreitet sind vor allem Gerichte auf Basis von Mais. Schon die Maya haben der Zutat eine besondere Bedeutung zugesprochen: Sie gingen davon aus, dass der Mensch aus Maismehl geformt wurde. Noch heute dient Maismehl als Grundlage für viele Gerichte und Getränke. Mit acht Rezepten lässt es sich auch von zu Hause aus auf Entdeckungsreise der Aromen Zentralamerikas gehen und sich kulinarisch in diese vielfältige Region träumen.

Chimole aus Belize

© CATA Die Küche von Belize ist geprägt von der mexikanischen und kreolischen Küche und von den Maya sowie europäischen und asiatischen Einflüssen. Der beliebte Eintopf Chimole ist ein Gericht der Maya. Die Besonderheit des Gerichts ist die Gewürzmischung „Recado Negro“, die dem Eintopf sein Räucheraroma und die schwarze Färbung verleiht. Aus den kleinen roten Samen des Orleansstrauchs gewonnen, fand Annatto schon früher bei den Maya als Würz- und Färbemittel vielfältige Anwendung.

Zutaten für „Recado Negro“:

  • 10 rote Paprikaschoten
  • Gewürznelken
  • Piment
  • 1 TL Annattosamen
  • ½ TL Kreuzkümmelsamen
  • 5 Knoblauchzehen
  • 1 TL Oregano
  • 1 EL Weißweinessig
  • ½ EL Pfeffer
  • Prise Salz 
  • Eier 

Zubereitung:

Die Paprikaschoten in der Pfanne oder im Ofen mitsamt der Kerne rösten und dann in einer Schüssel mit Wasser ruhen lassen. Gewürznelken, Piment, Annattosamen und Kreuzkümmel in einer Gewürzmühle oder mit dem Mörser zu einer Paste mahlen. In einem Mixer die Knoblauchzehen mit dem Oregano und dem Weißweinessig sowie Pfeffer und Salz mixen und dann die Gewürzpaste sowie die Paprikaschoten hinzufügen. Alle Zutaten zu einer Paste verarbeiten und je nach Belieben Eier oder den Eintopf Chimole mit Fleisch und Ei damit würzen. 

Enchiladas - Guatemala

© CATA Im Vergleich zu den klassischen Enchiladas sind für die Enchiladas aus Guatemala die harmonische Kombination von Salat, Rüben, Zwiebeln, Tomatensauce, frischer Petersilie, Eiern und Käse charakteristisch. Das Geheimnis liegt in der richtigen Anordnung aller Zutaten auf der Maistortilla: Zuerst das Salatblatt, dann eine Gemüsemischung nach Wahl möglichst mit Zwiebel und Rüben, anschließend wenn gewünscht Huhn- oder Rindfleisch sowie ein wenig Tomatensauce hinzufügen. Zum Abschluss ein in Scheiben geschnittenes hart gekochtes Ei, eine Prise geriebenen Hartkäse sowie gehackten Koriander. 

Pupusas - El Salvador

© CATA Pupusa ist eine Maistortilla mit eingebackener pikanter Füllung, die meist aus Bohnenmus und Käse besteht. Die Pupusa ist das Nationalgericht von El Salvador, für das im Jahr 2005 sogar ein nationaler Feiertag eingeführt wurde: Der „Día Nacional de las Pupusas“ wird jedes Jahr am zweiten Sonntag im November mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert.

Zutaten:

  • 150 g Maismehl
  • 75 g Wasser
  • Käse
  • Rote Bohnen 

Zubereitung:

Maismehl mit Wasser vermengen und den Teig gut durchkneten. Den Teig dann zu kleinen Kugeln formen und mit der Hand zu einem Fladen flach drücken. Die Füllung,  leicht schmelzender Käse gerieben und ggf. Bohnenmus, in die Mitte geben, dann den Teig überschlagen und die Ränder gut festdrücken. Anschließend in einer Pfanne mit Öl vier bis fünf Minuten goldgelb braten. 

Gebratener Fisch mit Kochbanane und Essiggurken - Honduras

© CATA Dies ist eines der traditionellsten und am weitesten verbreiteten Gerichte des Landes, das wegen seiner Saftigkeit und knackigen Textur sehr geschätzt wird. Das Gericht kommt aus dem Norden von Honduras und wird oft mit Chimole und Kohl serviert.  

Zutaten:

  • Fisch zum Beispiel Barsch
  • Thymian
  • Oregano 
  • Pfeffer
  • Hühnerbrühe
  • Mehl 
  • Kochbanane
  • Weißweinessig
  • Weißkohl 
  • 2 rote Zwiebeln
  • Zucker
  • Chili
  • Essiggurken

Zubereitung:

Den Fisch mit Salz, Thymian, Oregano, Pfeffer und Hühnerbrühe würzen und einreiben. Dann in einem Teller mit Mehl wälzen und in einer Pfanne mit heißem Öl braten bis er von beiden Seiten gebräunt ist. Die Kochbanane in Scheiben schneiden (etwa ein halben Zentimeter dick) und drei Minuten auf jeder Seite goldbraun braten. Anschließend auf Papiertüchern abtropfen lassen, um sie von überschüssigem Öl zu befreien. Dann den Kohl einlegen: 1 Tasse Wasser, 1 Tasse Zucker, 2 Tassen Weißweinessig in einen Kochtopf gießen und 2 Lorbeerblätter hinzufügen. Zum Kochen bringen und 2 geschnittene rote Zwiebeln und einen klein geschnittenen Weißkohl hinzufügen. Auf Wunsch noch Chili dazu geben. Topf vom Herd nehmen und in einen anderen Topf mit Wasser und Eis legen, damit die Zutaten schnell abkühlen. Den Fisch mit den Kochbananen, dem eingelegten Gemüse und den Essiggurken servieren. 

Baho - Nicaragua

© CATA Obwohl seine Zubereitung Zeit braucht, ist Baho ein Gericht, das Fleischliebhaber glücklich machen wird. Das traditionelle Sonntagsgericht ist geprägt von indigenen und afrokaribischen Einflüssen. 

Zutaten:

  • 1 kg Rinderbrust oder Dörrfleisch
  • 2 Zwiebeln
  • Salz
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Tasse frisch gepresster Orangensaft 
  • 1 kg Maniok / Yucca
  • 3 Kochbananen
  • Bananenblätter
  • 500 g Tomaten
  • ½ grüne Paprika
  • ½ rote Paprika
  • Dazu Tomatensalat oder eingelegten Kohl 

Zubereitung:

Fleisch zusammen mit 2 halbierten Zwiebeln, Salz, 2 oder 3 Knoblauchzehen in dem Orangensaft marinieren und 24 Stunden ruhen lassen. Fleisch aus der Marinade nehmen und abtropfen lassen, die Zwiebeln aus der Marinade klein schneiden, Yucca und Bananen in dünne Scheiben schneiden. Eine tiefe Pfanne mit den Bananenblättern auskleiden und anschließend die Zutaten dort hinein schichten: Erst abwechselnd Yucca und Kochbananen und in die Mitte dann das Fleisch, die Tomaten, die geschnittenen Paprika und die Zwiebeln. Das Ganze mit den Blättern vollständig und dicht verschließen und dann vorsichtig an der Seite 1 ½ Tassen Wasser einfüllen und alles bei mittlerer Hitze ca. 2 Stunden kochen lassen. Die Hitze reduzieren und weitere 2 Stunden garen. Wenn das Wasser verdampft, noch mehr Wasser hinzufügen. Danach auf einem Bananenblatt zusammen mit Tomatensalat oder eingelegtem Kohl und mit Zitronen- oder Limettensaft servieren. 

Kartoffel- und Fleisch-Picadillo - Costa Rica

© CATA In Costa Rica gibt es mehrere Rezepte für das Kartoffel-Hackfleisch-Gericht und es ist sehr einfach zuzubereiten. 

Zutaten:

  • Olivenöl
  • 300 g Rinderhackfleisch
  • 4 Scheiben Speck
  • ½ Zwiebel
  • 150 g Pimientos 
  • 2 Knoblauchzehen 
  • 1 ½ TL Salz
  • Gehackter Koriander
  • 1 kg gewürfelte Kartoffeln
  • Oregano 

Zubereitung:

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, dann das Rinderhackfleisch mit dem klein geschnittenen Speck, der gehackten Zwiebel und den klein geschnittenen Pimientos hinzufügen. Unter gelegentlichem Rühren anbraten, bis das Fleisch nicht mehr rosa ist. 2 Knoblauchzehen, 1 1/2 Teelöffel Salz und gehackten Koriander hinzufügen. Anschließend die Kartoffeln zusammen mit einem Glas Wasser und Oregano hinzufügen. Zugedeckt köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind (ca. 15 Minuten). Etwas mehr Koriander hinzufügen und das Gericht noch ein paar Minuten durchziehen lassen. Es wird empfohlen, das Kartoffel-Hackfleisch heiß zu Tortillas zu servieren.

Sancocho - Panama

© CATA Sancocho ist das Nationalgericht aus Panama. Ein Gemüseeintopf, in dem die Hauptzutaten Huhn und Kartoffeln sind. 

Zutaten:

  • 1,5 kg Hühnchen
  • 1 kg Kartoffeln
  • 2 Maiskolben
  • 400 g Maniok / Yucca
  • 1 gehackte Zwiebel
  • 1 gewürfelte grüne Paprika
  • 3 Knoblauchzehen

Zubereitung:

Hühnerfleisch in einen Topf geben und mit Wasser bedecken: Bei starker Hitze 5 Minuten kochen lassen. Die Hitze reduzieren und die klein geschnittenen Kartoffeln, die in je in drei Stücke geschnittenen Maiskolben und den Yucca hinzufügen und 45 Minuten köcheln lassen. Dann die Zwiebel, grüne Paprika, Koriander, Knoblauchzehen, eine Prise Salz und eine Prise Oregano hinzufügen. Nochmals 15 Minuten kochen lassen. Vom Herd nehmen, zudecken und 10 Minuten stehen lassen, bevor das Gericht zusammen mit weißem Reis serviert wird.

Bandera Dominicana - Dominikanische Republik

© CATA „Bandera Dominicana“ (dt.: „Dominikanische Flagge“) ist das Nationalgericht der Dominikanischen Republik. Das Gericht besteht aus Reis, Bohnen, Maniok, Süßkartoffeln und Rindfleisch, das mit gekochten oder gebratenen Bananen begleitet wird.

Zutaten:

  • 1 kg Rindfleisch (zum Bsp. Stücke aus der Brust, Hohe Rippe oder Nacken)
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 Tomaten
  • 1 rote Paprikaschote
  • 200 ml Fleischbrühe
  • Koriander, Oregano
  •  Salz, Pfeffer

Marinade für das Fleisch:

  • 2 EL Öl
  • 2 EL Limettensaft
  • ½ fein gehackte Zwiebel
  • 2 TL Oregano, gehackt
  •  Salz, Pfeffer

Zutaten Bohnenmus:

  • 3 Tassen rote Bohnen
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • ½ TL Koriander
  • 3 EL Tomatenmark
  • 200 ml Hühnerbrühe
  •  Salz, Pfeffer

Zutaten frittierte Bananen:

  • 4 Kochbananen
  • Etwas Öl zum Braten
  • Salz

Zubereitung:

Das Fleisch marinieren und über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Fleisch in einem großen Topf von beiden Seiten in heißem Öl gut anbraten. Die Hitze reduzieren und die gewürfelten Zwiebeln, Knoblauchzehen, gewürfelten Tomaten und Paprikaschoten hinzufügen und alles kurz anschwitzen. Dann die Fleischbrühe zugießen und auf kleinster Stufe in etwa 3 Stunden gar ziehen lassen. Zwischendurch immer mal wieder den Flüssigkeitsstand kontrollieren und gegebenenfalls Brühe nachgießen. Zum Schluss noch mit den Gewürzen abschmecken. Dann die Bohnen zubereiten: Hierfür die Zwiebeln fein hacken und in einem Topf mit heißem Öl leicht anschwitzen, den Knoblauch dazu pressen, erneut kurz anschwitzen. Anschließend die Bohnen und die übrigen Gewürze zugeben. Diese Bohnenmasse nun für etwa 20 bis 25 min köcheln lassen. Zwischendurch die Bohnen mit einem Kartoffelstampfer leicht zerdrücken. Sobald das Bohnenmus schön weich ist, ist es fertig. Reis und frittierte Kochbananen als Beilage zubereiten und dann zusammen mit dem Fleisch und dem Bohnenmus anrichten. Buen provecho!


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Juli 2021 / No 86

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