Wer einmal in Bad Hindelang war, kommt immer wieder. Zum zweiten Re-Start nach sieben Monaten Corona-Auszeit setzt der beliebte Allgäuer Ferienort auf einzigartige Naturerlebnisse im artenreichsten Gebirge Deutschlands, eine weltweit anerkannte Luftqualität und eine große Hygienekompetenz. Wer einmal in Bad Hindelang war, kommt immer wieder. Zum zweiten Re-Start nach sieben Monaten Corona-Auszeit setzt der beliebte Allgäuer Ferienort auf einzigartige Naturerlebnisse im artenreichsten Gebirge Deutschlands, eine weltweit anerkannte Luftqualität und eine große Hygienekompetenz. - © Foto: Bad Hindelang Tourismus/Wolfgang B. Kleiner -
DAUN, 21.05.2021 - 16:16 Uhr
Touristik

Bad Hindelang ist bereit für den Re-Start

(dk). Über ein halbes Jahr saßen in Bad Hindelang (Allgäu) Hoteliers, Gastgeber, Hüttenwirte, Bergbahnen, Gastronomen, Einzelhändler und weitere touristische Leistungsträger im Corona-Lockdown fest – darunter viele Auszubildende und junge Fachkräfte wie etwa Köche, Kellner, Servicekräfte oder Restaurantfach- und Hotelfachleute. Sieben endlose Monate wurde gebangt und gehofft, gehämmert und gepinselt. Zimmer wurden renoviert, Außenterrassen erweitert, bewährte Hygienekonzepte überarbeitet. Jetzt hat die bayerische Landespolitik eine Öffnungsstrategie für den Re-Start vorgelegt: Mit Beginn der Pfingstferien am Freitag, 21. Mai, sind touristische Angebote wieder zulässig. Unterkünfte und Freizeiteinrichtungen sollen wieder öffnen, Bergbahnen wieder fahren dürfen. Voraussetzung: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Landkreisen und kreisfreien Städten ist stabil unter 100. Um dies zu gewährleisten, setzt der beliebte Tourismusort Bad Hindelang auf Selbsttests bei Gastgebern sowie Schnelltests in öffentlichen Testzentren.

„Es fällt uns ein Felsbrocken vom Herzen. Endlich dürfen wir wieder für Gäste, Besucher und Einheimische da sein – wir sind bereit für den Re-Start. Nachdem uns die Wiedereröffnung während der für uns so wichtigen Wintersaison verwehrt blieb, ist die Wander-, Berg- und Radsaison für uns von sehr großer Bedeutung. Weil die Gesundheit und Sicherheit von Gästen und Mitarbeitern oberste Priorität haben, werden wir alle Vorgaben umsetzen. Es wird zudem erneut darum gehen, Besucherströme sinnvoll zu lenken“, sagt Maximilian Hillmeier. Der Bad Hindelanger Tourismusdirektor geht davon aus, dass Themen wie Regionalität, Nachhaltigkeit und Authentizität infolge der Corona-Pandemie ebenso an Bedeutung gewinnen werden wie das Grundbedürfnis nach Sicherheit – „und das beginnt bereits bei der Urlaubsplanung“.

Die Voraussetzungen, den beliebten Allgäuer Ferienort nach sieben Monaten Zwangspause wieder hochzufahren, sind bestens: Höchste Hygienekompetenz ist in dem Heilklimatischen und „Für Allergiker qualitätsgeprüften Kurort“ seit Jahren Standard. Bad Hindelang bietet das größte zertifiziert-allergikerfreundliche Netzwerk Deutschlands. So können Allergiker in der reinen Bergluft endlich wieder befreit und unbelastet durchschnaufen oder sich ein Bad in Deutschlands höchstgelegener Schwefelquelle gönnen, wodurch der gesamte Organismus gestärkt wird.

Für die Bad Hindelanger Verantwortung gegenüber dem Klimawandel steht ein für alle Übernachtungsgäste freier Öffentlicher Personen Nahverkehr (ÖPNV) – bis ins angrenzende Tannheimer Tal/Tirol und nach Sonthofen (Bahnanschluss). Die seit Jahren bewährte Hindelanger ÖPNV-Strategie reduziert den Individualverkehr und den CO2-Ausstoß und schützt somit die kristallklare Bad Hindelanger Luft.

Zudem steht der Verein für Landschaftserhaltung „Hindelang – Natur & Kultur“ mit seinem „Ökomodell Hindelang“ seit vielen Jahrzehnten exemplarisch für eine sanfte Koexistenz aus Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus. Bergbauern verzichten im Einklang mit der Natur auf Kunstdünger und Gentechnik und erhalten mit ihrer traditionellen Bewirtschaftung die intakte alpine Kulturlandschaft mit ihren typischen Buckelwiesen und den „schönsten Blumenwiesen Deutschlands“. Dank des Ökomodells, das auch die Produktion qualitativ hochwertiger heimischer Erzeugnisse wie Alp- und Bergkäse garantiert, wurde Bad Hindelang vom Freistaat übrigens auch als einer von 100 Genussorten Bayerns ausgezeichnet. So bietet Bad Hindelang eine große Bandbreite an köstlicher Kulinarik mit regionalen Gerichten aus der heimischen Küche und hochwertige ökologische Produkte aus der hiesigen Berglandwirtschaft und Alpwirtschaft, die als Immaterielles Kulturerbe anerkannt ist.

„Bad Hindelang ist ein ganz besonderer Flecken Erde, wo Mensch und Natur im Einklang sind. Die hochalpinen Alpen mit ihren blühenden Bergwiesen reichen bis auf über 2.000 Meter Höhe. Unsere Luft ist wie unser Wasser kristallklar und besonders rein, und das Naturschutzgebiet 'Allgäuer Hochalpen' gilt als artenreichstes Gebirge Deutschlands“, sagt Bürgermeisterin Dr. Sabine Rödel.

80 Prozent der rund 140 Quadratkilometer großen Gemeindefläche stehen unter Landschafts- und Naturschutz. 40 Orchideenarten wurden in den Bad Hindelanger Bergen gezählt. 70 Pflanzen, die im Alpendorf wachsen, sind auf der „Roten Liste“ bedrohter Tier- und Pflanzenarten vermerkt. Sie gedeihen in einer Region mit konstant über 1.500 Sonnenstunden im Jahr und einer besonders reinen Luft. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Bad Hindelang sogar als einen „der Orte mit der besten Luft weltweit“.

„Raus in die Natur!“ Auf diesem Slogan basiert auch der Bad Hindelanger Re-Start-Plan: Mit der Servicegästekarte „Bad Hindelang PLUS“ und deren 20 exklusiven Erlebnisangeboten sowie dem „Genusskalender 2021“ bietet die Gemeinde zur Wiedereröffnung verschiedene attraktive Veranstaltungen zu den Themen Naturschutz, Alpwirtschaft, Kultur, Kulinarik, Tradition und Sport an. Ein ganz besonderes Erlebnis in der Natur ist hierbei das Angebot „Yoga & Berge“. Vor der Kulisse der imposanten Berge wird die Einkehr und die innere Besinnung durch Yoga-Übungen mit der klaren Luft der Allgäuer Hochalpen kombiniert. Die PLUS-Erlebnisleistungen werden allesamt in Kleingruppen durchgeführt, die auf die aktuelle Situation abgestimmt sind. Mindestabstände können eingehalten werden, die Leistungen werden aktuell ausschließlich im Freien angeboten.

Anke Birle, Marketing- und Kommunikationschefin bei Bad Hindelang Tourismus, ist sich sicher, „dass Urlaub in Deutschland nach den Reisebeschränkungen gefragter denn je sein wird – darauf sind wir vorbereitet.“

Ihre Konzepte zum Re-Start erweitert haben auch die Bergbahnen Hindelang-Oberjoch sowie die Hornbahn Hindelang. Die Pläne sehen unter anderem eine Maskenpflicht beim Einstieg und in den Sesselbahnen sowie an den Kassen vor. Mindestabstände können am Ein- und Ausstieg sowie in der Sessel- und Kabinenbahn eingehalten werden. Ob es weitere Vorgaben von Verbänden gibt, entscheidet sich zeitnah. In Oberjoch ist die Wiedhagbahn kurzfristig betriebsbereit. In Bad Hindelang steht die Hornbahn parat, die Gäste in wettergeschützten Kabinen auf das Imberger Horn fährt.

Für die erste Öffnung in diesem Jahr rüstet sich hier oben auch der Bikepark Hindelang – die Saison beginnt am Samstag, 22. Mai. Wanderer dürfen sich am Imberger Horn (ab Bergstation der Hornbahn) ab Mitte Juni auf eine besondere Attraktion freuen – den „Georg’s Naturwelt Erlebnispfad“. „Bei dem neuen Erlebnispfad, der auf der Route des 'Burgschrofenrundwegs' entstanden ist, dreht sich alles um die heimische Tier- und Pflanzenwelt – umrahmt von einer spannenden Geschichte und zahlreichen passenden Interaktionen“, sagt Projektleiterin Madeleine Rädler.

Auf Outdoor-Angebote setzen zum Saisonstart auch die Hüttenwirte im Bad Hindelanger Gemeindegebiet. Die Bewirtung wird draußen auf größeren Terrassen erfolgen. Schirme, Verkaufsstellen und Reservierungen gehören ebenfalls zum Konzept.

Bad Hindelang – artenreichstes Gebirge Deutschlands und „Edelstein der Alpen“

Die Bergregion um Bad Hindelang hat sich als „Edelstein der Alpen“ weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Das Prädikat an das artenreichste Gebirge Deutschlands verliehen einst die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA und der World Wide Fund for Nature (WWF). Mehr als 300 Wander-Kilometer bieten ausreichend Raum und Platz, um einen sorglosen Urlaub zu verbringen. Alle Touren führen durch die bezaubernden Landschaften in den Allgäuer Alpen, vorbei an teils spektakulären Naturschauspielen – wie etwa dem „Zipfelsfall“, einem imposanten Wasserfall in Hinterstein. Besondere Erlebnisse sind der „Schmugglersteig“ und die 10-Kilometer-Etappe auf dem „Maximiliansweg“, der von Lindau nach Berchtesgaden führt. Abkühlung verspricht das Hochmoorbad in Oberjoch. Vom Ausgangspunkt im Bad Hindelanger Ortsteil Hinterstein führen verschiedene Touren über bekannte Höhenwege bis nach Oberstdorf oder in das Tannheimer Tal in Tirol. 100 Kilometer der Bergwanderwege sind hochalpin. Es locken Bergklassiker wie die Tour zum „Hochvogel“ (2.592 Meter), dem „König der Allgäuer Hochalpen“. Vom Giebelhaus geht es zum „Prinz-Luitpold-Haus“, das Ausgangspunkt zur Besteigung des Hochvogels und zugleich die älteste Schutzhütte in den Allgäuer Alpen ist.

Wer es intensiv mag, nimmt den Hindelanger Klettersteig in Angriff, der auf über 2.000 Metern Höhe und einer Strecke von fünf Kilometern zwischen dem Nebelhorn und dem Großem Daumen verläuft und der längste Klettersteig im Allgäu ist. Der Salewa-Klettersteig auf den 1.876 Meter hohen „Iseler“ ist über die Iselerbahn erreichbar. Die anspruchsvolle Tour verläuft über 2.400 Meter Länge in Allgäuer Fels- und Schrofengelände und gliedert sich in drei Abschnitte. Für den alpinen Steig sind eine Klettersteigausrüstung sowie Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und an mehreren Stellen Armkraft zwingend erforderlich. Dies gilt auch für den Ostrachtaler Klettersteig, der mit 300 Metern Länge im Vergleich zu anderen Klettersteigen in der Region recht kurz aber knackig und vor allem ortsnah ist.

Eine besonders schöne Route ist der hochalpine „Grenzgängerweg“. Sechs Etappen führen auf dem 30 Kilometer langen Grenzkamm zwischen dem Allgäu und Tirol mit über 6.000 Höhenmetern rund um den Hochvogel und in die Naturschutzgebiete Allgäuer Hochalpen und Vilsalpsee. Auf dem Etappenwandersteig wurden auf bestehendem Wegenetz unter anderem Haken in Felswände geschlagen, Sicherungs-Drahtseile eingezogen und neue Wegweiser installiert, um Routen betreffend Qualität, Sicherheit und Naturschutz in einen intakten Zustand zu bringen. Vorsicht ist aktuell in höheren und nordseitigen Lagen geboten – hier liegen aktuell teilweise noch erhebliche Schneemengen. Wer anspruchsvolle Routen begehen möchte, sollte sich grundsätzlich vorab im Bergführerbüro in Vorderhindelang über die aktuelle Situation informieren.


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Juli 2021 / No 86

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